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German Food Bridge, HHLA und Unilever schicken Lebensmittel nach Odessa

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Schnelle und unbürokratische Hilfe für die Ukraine, die dort ankommt, wo sie benötigt wird

Vertreter*innen von Unilever, German Food Bridge, HHLA, BMEL und dem Generalkonsulat der Ukraine am HHLA Container Terminal

Die German Food Bridge, die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und Unilever transportieren dringend benötigte Lebensmittel für die vom Krieg betroffenen Menschen in die Ukraine. Am Mittwoch, den 7.12.2022, wurde der Container in Hamburg auf einen Zug in Richtung Odessa verladen. German Food Bridge übernimmt die Koordination der Hilfslieferung. Während Unilever die Lebensmittel zur Verfügung stellt, organisiert die HHLA den Transport über ihr eigenes europäisches Transportnetzwerk. Die Lieferung geht an die öffentliche Organisation in der Ukraine, die sich vor Ort in Odessa um die Koordination von humanitären Hilfen kümmert.

André Pilling, Leiter German Food Bridge (BMEL) und Vorstand der Deutsch-Ukrainischen Handelskammer (AHK), betonte: „Durch den Wintereinbruch, den Ausfall der Energieinfrastruktur in weiten Teilen des Landes und die Situation in den befreiten Gebieten, in denen die Versorgung mit Lebensmitteln durch zerstörte Lieferketten nicht mehr gewährleistet werden kann, ist es weiterhin geboten, die Ukraine zu unterstützen.

Wir sind sehr dankbar für alle Spenden der Unternehmen, welche über uns in die betroffenen Regionen gelangen. Insbesondere die Unterstützung aus Hamburg seitens der HHLA durch ihre Logistik und die Initiative „Hamburg hilft Odessa“, der Handelskammer Hamburg, welche uns beherbergt, und die Offenheit der Stadt bei der Begleitung der Hilfsmaßnahmen zeigen, dass durch gemeinsames Wirken auch in schwierigen Zeiten Hilfe schnell und pragmatisch für Menschen in Not umgesetzt werden kann.“

„Die HHLA ist durch ihre ukrainischen Beschäftigten und deren Angehörige besonders mit der Region Odessa verbunden. Jetzt in der kalten Jahreszeit ist es umso wichtiger, humanitäre Hilfe zu leisten und die vom Krieg betroffenen Menschen zu unterstützen. Daher bündeln wir unsere Kompetenzen mit German Food Bridge und Unilever, um die Menschen vor Ort mit den dringend benötigten Lebensmitteln und weiteren Hilfsgütern zu versorgen“, erklärt Philip Sweens, Geschäftsführer der HHLA International GmbH, der auch für den HHLA Container Terminal Odessa verantwortlich ist.

Gemeinsam unbürokratisch helfen

Unilever arbeitet bereits seit Beginn des Kriegs in der Ukraine weltweit mit Partnern zusammen und spendet Lebensmittel, Körperpflege- und Hygieneprodukte in die betroffenen Regionen. Außerdem hat das Unternehmen ein Spendenprogramm für Mitarbeitende ins Leben gerufen, bei dem jede Spende seitens der Mitarbeitenden von Unilever verdoppelt wird.

„Gerade jetzt, wo der Winter einbricht und die Not noch größer wird – benötigen die Menschen in der Ukraine nun dringender denn je unsere Hilfe. Wir sind sehr froh, mit der German Food Bridge in Kooperation mit der HHLA den richtigen Partner gefunden zu haben, um gemeinsam unbürokratisch helfen zu können. Zudem stellen wir sicher, dass die Unterstützung dort ankommt, wo sie am meisten benötigt wird. Dieser Bahn-Container mit so dringend benötigen Lebensmitteln soll der Startschuss für eine langfristige Partnerschaft sein, um unseren Teil zur humanitären Hilfe vor Ort beizutragen“, so Stefan Pfeifer, Unilever Deutschlandchef.

Die German Food Bridge wurde mit dem Ziel geschaffen, Lebensmittelhilfen schnell und zielgerichtet dorthin zu bringen, wo sie in der Ukraine am dringendsten benötigt werden. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine hat die German Food Bridge über 450 LKW mit Lebensmitteln in die Ukraine transportiert. Das deutsch-ukrainische Team der Koordinierungsstelle für Lebensmittelhilfen der Ernährungswirtschaft für die Ukraine des BMEL hat seinen Sitz in der Handelskammer Hamburg. Der Initiative haben sich bisher 87 Unternehmen der deutschen Ernährungsbranche angeschlossen, welche über staatliche Stellen und 56 in der Ukraine tätige NGOs die Lebensmittel in die betroffenen Regionen verbringen.

Die HHLA betreibt in Odessa seit 2001 einen Containerterminal. Seit dem völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine musste der wasserseitige Umschlag auf dem Terminal eingestellt werden. Das Unternehmen schickte in der vergangenen Woche bereits drei Container mit medizinischen Hilfsgütern in die ukrainische Hafenstadt Odessa.

Den Transport der Hilfsgüter organisiert die HHLA über ihr eigenes europäisches Netzwerk mithilfe der verschiedenen Tochterunternehmen, wie dem Container Terminal Altenwerder, der Bahntochter Metrans, der Spedition CTD und dem Containerlogistikexperten HCCR. Vor Ort werden die Hilfstransporte durch den HHLA Container Terminal Odessa sowie die Ukrainian Intermodal Company (UIC) unterstützt. Die HHLA wird ihr Transportnetzwerk auch für weitere Hilfslieferungen in die Region Odessa zur Verfügung stellen.

Fotocredits: HHLA / Nele Martensen

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